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    <title>DIAPHOTIZO - Wir schauen hin!</title>
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    <description><![CDATA[Liebe Hörerinnen und Hörer,<br />der Podcast Diaphotizo ist gestartet – und wir freuen uns, euch mit aufmerksamen Analysen, fundierten Recherchen und kritischem Denken zu begleiten.<br /><br />Euch erwarten unter anderem:<br /><br />Vorgänge in Israel und Palästina<br />Analysen zur aktuellen Lage, historischen Hintergründen und internationalen Dynamiken im israelisch-palästinensischen Konflikt – differenziert, faktenbasiert und menschenrechtlich orientiert.<br /><br />Zionismus und Judentum<br />Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Zionismus in seinen historischen und gegenwärtigen Formen sowie seiner Beziehung zum religiösen und kulturellen Judentum.<br /><br />Soziale Ungleichheit<br />Untersuchungen zu Ursachen, Erscheinungsformen und Folgen sozialer Ungleichheit – global und lokal – mit Fokus auf Machtverhältnisse, Zugang zu Ressourcen und soziale Gerechtigkeit.<br /><br />Demokratietheoretische Betrachtungen<br />Reflexionen über Grundlagen, Herausforderungen und Zukunft der Demokratie – von partizipativer Praxis über deliberative Verfahren bis zu autoritären Gefährdungen.]]></description>
    <pubDate>Tue, 26 Aug 2025 11:06:06 +0200</pubDate>
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          <itunes:summary>Diaphotizo - Aufklärung und Analyse zu Themen, wie Menschenrechte - soziale Gerechtigkeit - Demokratie und Medien in bester journalistischer Tradition.</itunes:summary>
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        <title>Der Weg zur Balfour-Deklaration (1911–1918)</title>
        <itunes:title>Der Weg zur Balfour-Deklaration (1911–1918)</itunes:title>
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                                    <description><![CDATA[<p>In den bisherigen Folgen haben wir die Anfänge des politischen Zionismus und die Situation in Palästina um die Jahrhundertwende betrachtet – von Theodor Herzls Vision bis zu den ersten Siedlungsprojekten. Heute widmen wir uns dem Zeitraum 1911 bis 1918, einer Zeit dramatischer Umbrüche: dem Ersten Weltkrieg und seinem Einfluss auf das zionistische Projekt, gipfelnd in der Balfour-Deklaration von 1917. Diese Jahre markieren den Schritt des Zionismus auf die internationale Bühne – und legen den Grundstein für künftige Konflikte.

Wir gehen der Frage nach, wie der Zionismus im Kontext des Ersten Weltkriegs seine Strategie neu ausrichtete und welche Interessen dahinterstanden. Wie kam es, dass Großbritannien den Zionisten offiziell eine „nationale Heimstätte“ in Palästina zusagte? Und was bedeutete das für die dort lebende arabische Mehrheitsbevölkerung? Unsere Haltung dabei ist fragend und kritisch: Ich erzähle in der Ich-Perspektive und beleuchte ideologische Kontinuitäten sowie Machtverhältnisse, anstatt neutral zu berichten.</p>
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                                                            <content:encoded><![CDATA[<p>In den bisherigen Folgen haben wir die Anfänge des politischen Zionismus und die Situation in Palästina um die Jahrhundertwende betrachtet – von Theodor Herzls Vision bis zu den ersten Siedlungsprojekten. Heute widmen wir uns dem Zeitraum 1911 bis 1918, einer Zeit dramatischer Umbrüche: dem Ersten Weltkrieg und seinem Einfluss auf das zionistische Projekt, gipfelnd in der Balfour-Deklaration von 1917. Diese Jahre markieren den Schritt des Zionismus auf die internationale Bühne – und legen den Grundstein für künftige Konflikte.<br>
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Wir gehen der Frage nach, wie der Zionismus im Kontext des Ersten Weltkriegs seine Strategie neu ausrichtete und welche Interessen dahinterstanden. Wie kam es, dass Großbritannien den Zionisten offiziell eine „nationale Heimstätte“ in Palästina zusagte? Und was bedeutete das für die dort lebende arabische Mehrheitsbevölkerung? Unsere Haltung dabei ist fragend und kritisch: Ich erzähle in der Ich-Perspektive und beleuchte ideologische Kontinuitäten sowie Machtverhältnisse, anstatt neutral zu berichten.</p>
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        <itunes:summary><![CDATA[In den bisherigen Folgen haben wir die Anfänge des politischen Zionismus und die Situation in Palästina um die Jahrhundertwende betrachtet – von Theodor Herzls Vision bis zu den ersten Siedlungsprojekten. Heute widmen wir uns dem Zeitraum 1911 bis 1918, einer Zeit dramatischer Umbrüche: dem Ersten Weltkrieg und seinem Einfluss auf das zionistische Projekt, gipfelnd in der Balfour-Deklaration von 1917. Diese Jahre markieren den Schritt des Zionismus auf die internationale Bühne – und legen den Grundstein für künftige Konflikte.Wir gehen der Frage nach, wie der Zionismus im Kontext des Ersten Weltkriegs seine Strategie neu ausrichtete und welche Interessen dahinterstanden. Wie kam es, dass Großbritannien den Zionisten offiziell eine „nationale Heimstätte“ in Palästina zusagte? Und was bedeutete das für die dort lebende arabische Mehrheitsbevölkerung? Unsere Haltung dabei ist fragend und kritisch: Ich erzähle in der Ich-Perspektive und beleuchte ideologische Kontinuitäten sowie Machtverhältnisse, anstatt neutral zu berichten.]]></itunes:summary>
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        <title>Folge - 004 - Kolonisierung in Theorie und Praxis – Der Zionismus zwischen 1901 und 1909</title>
        <itunes:title>Folge - 004 - Kolonisierung in Theorie und Praxis – Der Zionismus zwischen 1901 und 1909</itunes:title>
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                                    <description><![CDATA[<p>Diese Folge beleuchtet die entscheidende Frühphase des politischen Zionismus: von der Gründung des Jüdischen Nationalfonds (1901) über die zweite Alija bis zur Gründung des ersten Kibbuz und der „hebräischen Stadt“ Tel Aviv (1909). Wir zeigen, wie sich aus visionären Ideen konkrete Strukturen entwickelten – und wie dabei erste Formen systematischer Ausgrenzung der palästinensischen Bevölkerung entstanden. Mit Quellen von Ilan Pappe, Shlomo Sand, Theodor Herzl, Israel Zangwill und Noam Chomsky.</p>
<p>Themen u. a.:
– Exklusiver Landbesitz durch den JNF
– Der Bruch mit arabischen Arbeitern (Avoda Ivrit)
– Zangwills Forderung nach Vertreibung (1905)
– Degania und der kollektivistische Kibbuz
– Tel Aviv als städtebauliches Zeichen zionistischer Souveränität
– Ideologische Grundlagen der Segregation</p>
<p>Ein historischer Blick auf die Gründungslogik des Zionismus – und auf die politischen Folgen, die bis heute nachwirken.</p>
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                                                            <content:encoded><![CDATA[<p>Diese Folge beleuchtet die entscheidende Frühphase des politischen Zionismus: von der Gründung des Jüdischen Nationalfonds (1901) über die zweite Alija bis zur Gründung des ersten Kibbuz und der „hebräischen Stadt“ Tel Aviv (1909). Wir zeigen, wie sich aus visionären Ideen konkrete Strukturen entwickelten – und wie dabei erste Formen systematischer Ausgrenzung der palästinensischen Bevölkerung entstanden. Mit Quellen von Ilan Pappe, Shlomo Sand, Theodor Herzl, Israel Zangwill und Noam Chomsky.</p>
<p>Themen u. a.:<br>
– Exklusiver Landbesitz durch den JNF<br>
– Der Bruch mit arabischen Arbeitern (Avoda Ivrit)<br>
– Zangwills Forderung nach Vertreibung (1905)<br>
– Degania und der kollektivistische Kibbuz<br>
– Tel Aviv als städtebauliches Zeichen zionistischer Souveränität<br>
– Ideologische Grundlagen der Segregation</p>
<p>Ein historischer Blick auf die Gründungslogik des Zionismus – und auf die politischen Folgen, die bis heute nachwirken.</p>
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        <itunes:summary><![CDATA[Diese Folge beleuchtet die entscheidende Frühphase des politischen Zionismus: von der Gründung des Jüdischen Nationalfonds (1901) über die zweite Alija bis zur Gründung des ersten Kibbuz und der „hebräischen Stadt“ Tel Aviv (1909). Wir zeigen, wie sich aus visionären Ideen konkrete Strukturen entwickelten – und wie dabei erste Formen systematischer Ausgrenzung der palästinensischen Bevölkerung entstanden. Mit Quellen von Ilan Pappe, Shlomo Sand, Theodor Herzl, Israel Zangwill und Noam Chomsky.
Themen u. a.:– Exklusiver Landbesitz durch den JNF– Der Bruch mit arabischen Arbeitern (Avoda Ivrit)– Zangwills Forderung nach Vertreibung (1905)– Degania und der kollektivistische Kibbuz– Tel Aviv als städtebauliches Zeichen zionistischer Souveränität– Ideologische Grundlagen der Segregation
Ein historischer Blick auf die Gründungslogik des Zionismus – und auf die politischen Folgen, die bis heute nachwirken.]]></itunes:summary>
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        <title>Folge 003 - Im Rausch der Überlegenheit - Koloniale Begrifflichkeit und Transferdenken (1896–1901)</title>
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                                    <description><![CDATA[<p>Im Rausch der Überlegenheit

Was bedeutet es, wenn ein Land als „leer“ beschrieben wird?
In dieser Folge geht es um die kolonialen Denkweisen und die frühen Vorstellungen von Enteignung und Bevölkerungstransfer im politischen Zionismus.
Wir schauen zurück auf Herzls beschönigende Sprache, Syrkins Radikalität – und auf das, was zwischen 1896 und 1901 gedacht und geplant wurde.
Eine kritische Erzählung über Ausschluss, Besitz und das Denken hinter dem Projekt.</p>
]]></description>
                                                            <content:encoded><![CDATA[<p>Im Rausch der Überlegenheit<br>
<br>
Was bedeutet es, wenn ein Land als <em>„leer“</em> beschrieben wird?<br>
In dieser Folge geht es um die kolonialen Denkweisen und die frühen Vorstellungen von Enteignung und Bevölkerungstransfer im politischen Zionismus.<br>
Wir schauen zurück auf Herzls beschönigende Sprache, Syrkins Radikalität – und auf das, was zwischen 1896 und 1901 gedacht und geplant wurde.<br>
Eine kritische Erzählung über Ausschluss, Besitz und das Denken hinter dem Projekt.</p>
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        <title>Folge 001 - Ein Anfang in der Fremde - Der Traum vom eigenen Staat</title>
        <itunes:title>Folge 001 - Ein Anfang in der Fremde - Der Traum vom eigenen Staat</itunes:title>
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                                    <description><![CDATA[<p>Ein Anfang in der Fremde – Folge 1 der Palästina-Reihe von Diaphotiso</p>
<p>Dies ist die erste Folge einer Podcast-Serie, die zurückblickt auf den Anfang einer folgenreichen Entwicklung – den Beginn des zionistischen Siedlungsprojekts in Palästina. Wir schreiben das Jahr 1878. Die Welt kennt noch kein Israel, keinen Nahostkonflikt, keine UN-Resolutionen, keine Waffenstillstandslinien. Doch genau hier, in einem unscheinbaren Sumpfgebiet bei Jaffa, beginnt die Geschichte: mit der Gründung von Petah Tikva – dem „Tor der Hoffnung“.</p>
<p>Was auf den ersten Blick wie eine einfache Auswanderung aus Osteuropa erscheinen mag, war in Wahrheit ein politischer und ideologischer Aufbruch. Juden aus Litauen, Rumänien oder Russland – oft traumatisiert durch Pogrome, Entrechtung und soziale Ausgrenzung – suchten nicht nur Schutz. Sie suchten Souveränität. Und sie fanden beides nicht im Westen, sondern in Palästina – einer damals überwiegend von arabischen Bauern und Handwerkern bewohnten Region des Osmanischen Reiches.</p>
<p>Diese erste Folge erzählt von der Umwandlung eines kollektiven Traumas in ein nationales Projekt. Sie zeigt, wie aus Opfern politische Akteure wurden. Und wie sich in der Hoffnung auf ein sicheres Leben bereits das nächste Unrecht ankündigte.</p>
<p>Wir sprechen über die Pogrome im Zarenreich, über die ersten Siedlungen wie Petah Tikva, Rishon LeZion und Rosch Pina – aber auch über die Rolle wohlhabender Förderer wie Edmond de Rothschild oder Moritz Freiherr von Hirsch, die den Siedlungsprozess mit Kapital, Struktur und Ideologie ausstatteten. Dabei stellen wir die Frage: War das wirklich eine Rückkehr ins „Land der Väter“ – oder doch der Beginn eines kolonial motivierten Anspruchs auf fremdes Land?</p>
<p>Die Folge beleuchtet außerdem eine oft übersehene Perspektive: die der arabischen Bevölkerung. Schon früh warnen zionistische Intellektuelle wie Ascher Hirsch Ginsberg (Achad Ha’am) vor Verachtung und Gewalt gegenüber den „Eingeborenen“. Und 1886 schreibt Ilja Alfonsowitsch Rubanowitsch, ein jüdischer Sozialrevolutionär aus Russland, warnend: „Was soll dann mit den Arabern geschehen? Werden etwa die Juden einwilligen, Fremde unter den Arabern zu sein, oder sollten sie die Araber zu Fremden unter ihnen machen wollen?“</p>
<p>Diese und andere Stimmen zeigen: Der Widerspruch war früh erkannt – und wurde dennoch verdrängt. Denn aus der Erfahrung der Ohnmacht erwuchs eine neue Logik: Wenn wir jemals sicher leben wollen, müssen wir herrschen. Wenn wir ein Zuhause wollen, müssen wir definieren, wer dazugehört – und wer nicht.</p>
<p>So begann ein Projekt, das mit Sprache arbeitete: Die Begriffe „Aliya“ (Aufstieg), „Heimstätte“ und „Rückkehr nach Zion“ klangen spirituell – meinten aber politisches Eigentum, nationale Kontrolle und Exklusivität. Ein „Land ohne Volk für ein Volk ohne Land“ – dieser Satz begleitete die Bewegung, obwohl in Palästina bereits Hunderttausende arabische Menschen lebten.</p>
<p>Diese erste Podcastfolge möchte nicht werten, sondern verstehen. Sie verfolgt, wie sich eine nationale Idee entwickelte, wie sie gedacht, erzählt und legitimiert wurde. Und sie legt das Fundament für das, was in den kommenden Folgen zur Sprache kommt: die ideologische Radikalisierung, die politische Institutionalisierung und schließlich die militärische Umsetzung der zionistischen Idee.</p>
<p>„Ein Anfang in der Fremde“ fragt nicht nur, was geschah – sondern warum es geschah. Und sie fragt: Könnte man die Geschichte auch anders erzählen? Ohne Mythos. Ohne Auslassung. Ohne moralische Überhöhung.</p>
<p>Wenn du verstehen willst, warum die Gegenwart in Israel und Palästina so ist, wie sie ist – dann ist dies der richtige Ort, um anzufangen.</p>
<p>Willkommen bei Diaphotiso. Wir schauen hin.</p>
]]></description>
                                                            <content:encoded><![CDATA[<p>Ein Anfang in der Fremde – Folge 1 der Palästina-Reihe von Diaphotiso</p>
<p>Dies ist die erste Folge einer Podcast-Serie, die zurückblickt auf den Anfang einer folgenreichen Entwicklung – den Beginn des zionistischen Siedlungsprojekts in Palästina. Wir schreiben das Jahr 1878. Die Welt kennt noch kein Israel, keinen Nahostkonflikt, keine UN-Resolutionen, keine Waffenstillstandslinien. Doch genau hier, in einem unscheinbaren Sumpfgebiet bei Jaffa, beginnt die Geschichte: mit der Gründung von Petah Tikva – dem „Tor der Hoffnung“.</p>
<p>Was auf den ersten Blick wie eine einfache Auswanderung aus Osteuropa erscheinen mag, war in Wahrheit ein politischer und ideologischer Aufbruch. Juden aus Litauen, Rumänien oder Russland – oft traumatisiert durch Pogrome, Entrechtung und soziale Ausgrenzung – suchten nicht nur Schutz. Sie suchten Souveränität. Und sie fanden beides nicht im Westen, sondern in Palästina – einer damals überwiegend von arabischen Bauern und Handwerkern bewohnten Region des Osmanischen Reiches.</p>
<p>Diese erste Folge erzählt von der Umwandlung eines kollektiven Traumas in ein nationales Projekt. Sie zeigt, wie aus Opfern politische Akteure wurden. Und wie sich in der Hoffnung auf ein sicheres Leben bereits das nächste Unrecht ankündigte.</p>
<p>Wir sprechen über die Pogrome im Zarenreich, über die ersten Siedlungen wie Petah Tikva, Rishon LeZion und Rosch Pina – aber auch über die Rolle wohlhabender Förderer wie Edmond de Rothschild oder Moritz Freiherr von Hirsch, die den Siedlungsprozess mit Kapital, Struktur und Ideologie ausstatteten. Dabei stellen wir die Frage: War das wirklich eine Rückkehr ins „Land der Väter“ – oder doch der Beginn eines kolonial motivierten Anspruchs auf fremdes Land?</p>
<p>Die Folge beleuchtet außerdem eine oft übersehene Perspektive: die der arabischen Bevölkerung. Schon früh warnen zionistische Intellektuelle wie Ascher Hirsch Ginsberg (Achad Ha’am) vor Verachtung und Gewalt gegenüber den „Eingeborenen“. Und 1886 schreibt Ilja Alfonsowitsch Rubanowitsch, ein jüdischer Sozialrevolutionär aus Russland, warnend: „Was soll dann mit den Arabern geschehen? Werden etwa die Juden einwilligen, Fremde unter den Arabern zu sein, oder sollten sie die Araber zu Fremden unter ihnen machen wollen?“</p>
<p>Diese und andere Stimmen zeigen: Der Widerspruch war früh erkannt – und wurde dennoch verdrängt. Denn aus der Erfahrung der Ohnmacht erwuchs eine neue Logik: Wenn wir jemals sicher leben wollen, müssen wir herrschen. Wenn wir ein Zuhause wollen, müssen wir definieren, wer dazugehört – und wer nicht.</p>
<p>So begann ein Projekt, das mit Sprache arbeitete: Die Begriffe „Aliya“ (Aufstieg), „Heimstätte“ und „Rückkehr nach Zion“ klangen spirituell – meinten aber politisches Eigentum, nationale Kontrolle und Exklusivität. Ein „Land ohne Volk für ein Volk ohne Land“ – dieser Satz begleitete die Bewegung, obwohl in Palästina bereits Hunderttausende arabische Menschen lebten.</p>
<p>Diese erste Podcastfolge möchte nicht werten, sondern verstehen. Sie verfolgt, wie sich eine nationale Idee entwickelte, wie sie gedacht, erzählt und legitimiert wurde. Und sie legt das Fundament für das, was in den kommenden Folgen zur Sprache kommt: die ideologische Radikalisierung, die politische Institutionalisierung und schließlich die militärische Umsetzung der zionistischen Idee.</p>
<p>„Ein Anfang in der Fremde“ fragt nicht nur, was geschah – sondern warum es geschah. Und sie fragt: Könnte man die Geschichte auch anders erzählen? Ohne Mythos. Ohne Auslassung. Ohne moralische Überhöhung.</p>
<p>Wenn du verstehen willst, warum die Gegenwart in Israel und Palästina so ist, wie sie ist – dann ist dies der richtige Ort, um anzufangen.</p>
<p>Willkommen bei Diaphotiso. Wir schauen hin.</p>
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        <itunes:summary><![CDATA[Ein Anfang in der Fremde – Folge 1 der Palästina-Reihe von Diaphotiso
Dies ist die erste Folge einer Podcast-Serie, die zurückblickt auf den Anfang einer folgenreichen Entwicklung – den Beginn des zionistischen Siedlungsprojekts in Palästina. Wir schreiben das Jahr 1878. Die Welt kennt noch kein Israel, keinen Nahostkonflikt, keine UN-Resolutionen, keine Waffenstillstandslinien. Doch genau hier, in einem unscheinbaren Sumpfgebiet bei Jaffa, beginnt die Geschichte: mit der Gründung von Petah Tikva – dem „Tor der Hoffnung“.
Was auf den ersten Blick wie eine einfache Auswanderung aus Osteuropa erscheinen mag, war in Wahrheit ein politischer und ideologischer Aufbruch. Juden aus Litauen, Rumänien oder Russland – oft traumatisiert durch Pogrome, Entrechtung und soziale Ausgrenzung – suchten nicht nur Schutz. Sie suchten Souveränität. Und sie fanden beides nicht im Westen, sondern in Palästina – einer damals überwiegend von arabischen Bauern und Handwerkern bewohnten Region des Osmanischen Reiches.
Diese erste Folge erzählt von der Umwandlung eines kollektiven Traumas in ein nationales Projekt. Sie zeigt, wie aus Opfern politische Akteure wurden. Und wie sich in der Hoffnung auf ein sicheres Leben bereits das nächste Unrecht ankündigte.
Wir sprechen über die Pogrome im Zarenreich, über die ersten Siedlungen wie Petah Tikva, Rishon LeZion und Rosch Pina – aber auch über die Rolle wohlhabender Förderer wie Edmond de Rothschild oder Moritz Freiherr von Hirsch, die den Siedlungsprozess mit Kapital, Struktur und Ideologie ausstatteten. Dabei stellen wir die Frage: War das wirklich eine Rückkehr ins „Land der Väter“ – oder doch der Beginn eines kolonial motivierten Anspruchs auf fremdes Land?
Die Folge beleuchtet außerdem eine oft übersehene Perspektive: die der arabischen Bevölkerung. Schon früh warnen zionistische Intellektuelle wie Ascher Hirsch Ginsberg (Achad Ha’am) vor Verachtung und Gewalt gegenüber den „Eingeborenen“. Und 1886 schreibt Ilja Alfonsowitsch Rubanowitsch, ein jüdischer Sozialrevolutionär aus Russland, warnend: „Was soll dann mit den Arabern geschehen? Werden etwa die Juden einwilligen, Fremde unter den Arabern zu sein, oder sollten sie die Araber zu Fremden unter ihnen machen wollen?“
Diese und andere Stimmen zeigen: Der Widerspruch war früh erkannt – und wurde dennoch verdrängt. Denn aus der Erfahrung der Ohnmacht erwuchs eine neue Logik: Wenn wir jemals sicher leben wollen, müssen wir herrschen. Wenn wir ein Zuhause wollen, müssen wir definieren, wer dazugehört – und wer nicht.
So begann ein Projekt, das mit Sprache arbeitete: Die Begriffe „Aliya“ (Aufstieg), „Heimstätte“ und „Rückkehr nach Zion“ klangen spirituell – meinten aber politisches Eigentum, nationale Kontrolle und Exklusivität. Ein „Land ohne Volk für ein Volk ohne Land“ – dieser Satz begleitete die Bewegung, obwohl in Palästina bereits Hunderttausende arabische Menschen lebten.
Diese erste Podcastfolge möchte nicht werten, sondern verstehen. Sie verfolgt, wie sich eine nationale Idee entwickelte, wie sie gedacht, erzählt und legitimiert wurde. Und sie legt das Fundament für das, was in den kommenden Folgen zur Sprache kommt: die ideologische Radikalisierung, die politische Institutionalisierung und schließlich die militärische Umsetzung der zionistischen Idee.
„Ein Anfang in der Fremde“ fragt nicht nur, was geschah – sondern warum es geschah. Und sie fragt: Könnte man die Geschichte auch anders erzählen? Ohne Mythos. Ohne Auslassung. Ohne moralische Überhöhung.
Wenn du verstehen willst, warum die Gegenwart in Israel und Palästina so ist, wie sie ist – dann ist dies der richtige Ort, um anzufangen.
Willkommen bei Diaphotiso. Wir schauen hin.]]></itunes:summary>
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        <title>Folge 002 – Vom Mythos zur Macht: Die Wurzel des Nahost-Konfliktes</title>
        <itunes:title>Folge 002 – Vom Mythos zur Macht: Die Wurzel des Nahost-Konfliktes</itunes:title>
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                                    <description><![CDATA[<p>Folge 2 – Vom Mythos zur Macht: Wie der politische Zionismus Denken, Sprache und Land veränderte und so die Wurzel des Hasses gelegt wurde.</p>
<p>In Folge 2 unserer Israel-Palästina-Reihe beleuchten wir die ideologische Grundstruktur des politischen Zionismus. Was dachten Herzl und Syrkin wirklich? Warum wurde „Heimstätte“ zum Codewort für Kontrolle – und „Rückkehr“ zur Legitimation für Verdrängung? Wir zeigen, wie aus einem Schutzversprechen ein exklusives Staatsprojekt wurde – und warum der Mythos vom „Land ohne Volk“ bis heute nachwirkt. Eine Folge über Nationalismus, religiöse Rhetorik und die Wurzeln eines ungelösten Konflikts.</p>
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        <itunes:author>Detlef Koch</itunes:author>
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        <title>Folge 2: Grundsicherung oder Bürgerverachtung?</title>
        <itunes:title>Folge 2: Grundsicherung oder Bürgerverachtung?</itunes:title>
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                                    <description><![CDATA[<p>Was als „Reform“ kommt, ist in Wahrheit ein Angriff auf die Würde des Menschen und soziale Sicherheit. Diese Folge zeigt, wie das neue "Bürgergeld" die Armen diszipliniert statt vor Armut zu schützen – und warum das jede:n betreffen kann. Diaphotizo fragt: Was passiert mit einer Demokratie, die nur noch funktioniert, wenn du funktionierst?</p>
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                                                            <content:encoded><![CDATA[<p>Was als „Reform“ kommt, ist in Wahrheit ein Angriff auf die Würde des Menschen und soziale Sicherheit. Diese Folge zeigt, wie das neue "Bürgergeld" die Armen diszipliniert statt vor Armut zu schützen – und warum das jede:n betreffen kann. <em>Diaphotizo</em> fragt: Was passiert mit einer Demokratie, die nur noch funktioniert, wenn du funktionierst?</p>
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        <title>Folge 1 Intro - Was ist Diaphotizo?</title>
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                                    <description><![CDATA[<p>Diaphotizo ist ein unabhängiger, aufklärerischer Podcast, der gesellschaftliche Machtverhältnisse sichtbar macht – jenseits von Schlagzeilen und Meinungsshows. Mit klarem Blick und kritischem Denken geht es um Themen wie soziale Gerechtigkeit, Menschenrechte, Medien- und Diskursanalyse und internationale Politik. Der Podcast richtet sich an alle, die mitdenken wollen.</p>
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